Die weltweit erste Laser-Sinteranlage zur Verarbeitung von Hochleistungspolymeren.
Der Laser-Sinterprozess von Hochleistungspolymeren ermöglicht den Bau von Teilen mit sehr guten Leistungsmerkmalen, dabei sind alle herkömmlichen Vorteile des Laser-Sinterns gegeben. Der verwendete Werkstoff, die erforderlichen Temperaturen und die resultierenden Produkteigenschaften befinden sich jedoch im Vergleich zu Polyamiden auf deutlich höherem Niveau.
Hochleistungspolymere sind aufgrund ihrer hervorragenden Materialeigenschaften für zahlreiche Anwendungen und Industriezweige interessant. Allerdings konnten sie bislang aufgrund ihrer Schmelztemperaturen zwischen 220°C und 380°C nicht für den Laser-Sinter-Prozess eingesetzt werden. EOSINT P 800 erschließt durch ihre Eignung für Prozesstemperaturen bis 385°C als weltweit erstes System diese äußerst interessante Werkstoffgruppe für die Laser-Sinter-Produktion. Sie baut auf dem bewährten und ausgereiften Design der EOSINT P730 auf und wird durch völlig neu konstruierte Baugruppen wie Prozesskammer und Wechselrahmen auf das Anforderungsniveau des Hochtemperaturprozesses angehoben.
Die Etablierung eines um ca. 200°C höheren Temperaturniveaus als bei üblichen Laser-Sinter-Anwendungen stellt neue Anforderungen an Dauerfestigkeit, Beherrschung von Wärmeausdehnung und Temperaturverteilung innerhalb der Anlage. Deshalb setzt EOS auf neue Werkstoffe, die bislang im Laser-Sinter-Anlagenbau nicht zur Verwendung kamen. Beispielhaft sei hier die patentierte Verwendung von Glaskeramik im Wechselrahmen genannt. Damit wird die Konstruktion sowohl den Prozessanforderungen an die Temperaturverteilung als auch den mechanischen Genauigkeitsanforderungen unter Berücksichtigung der temperaturbedingten Längenausdehnung gerecht.
Durch die Modulbauweise ist das System schon jetzt für zukünftige Innovationen vorbereitet, die mittels Upgrades erfolgen können.Dank einer äußerst effektiven Isolierung weist die EOSINT P 800 einen nur geringfügig höheren Energieverbrauch als die EOSINT P 730 auf, obwohl das Verfahren – im Vergleich zum Laser-Sintern von Polyamiden - auf deutlich höherem Temperaturniveau betrieben wird. Die Steuerung dieses Schichtbauprozesses wurde anforderungsgerecht weiterentwickelt. Beispielsweise erfolgt das Aufheizen und Abkühlen infolge des dabei höheren zu überbrückenden Temperaturintervalls parametriert. Zudem ist die Anlage mit OnlineLaserPowerControl (OPLC) ausgestattet, die die Laserleistung während des Betriebes der Anlage überwacht. Damit sind eine lückenlose Dokumentation des Laserzustandes während des Betriebes sowie eine vorausschauende Wartung des Lasers möglich.
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