Senkung Produktionskosten

Additive Fertigung ermöglicht bei Einzelstücken und auch bei Serienfertigung eine günstige Produktion. Die Komplexität eines Bauteils spielt für die Produktionszeit und -kosten kaum eine Rolle.

Spritzgusswerkzeug mit für Additive Fertigung optimierter Konstruktion. 2 Kühlkanäle statt 11 bei konventioneller Fertigung (Quelle: Innomia, EOS)
Spritzgusswerkzeug mit für Additive Fertigung optimierter Konstruktion. 2 Kühlkanäle statt 11 bei konventioneller Fertigung (Quelle: Innomia, EOS)
Bei konventionellen Fertigungsverfahren wie Fräsen, Drehen oder Gießen sind die Produktionskosten stark an die Komplexität eines Bauteils gekoppelt. Der Grund: Meist ist das Anfertigen komplizierter Werkzeuge oder aufwendiger Sonderlösungen notwendig. Solche speziell angefertigten Bauteile kommen in vielen Branchen zum Einsatz. Bei Zulieferern sind sie aufgrund des ständigen Zeitdrucks stets ein Risikofaktor für eine termingerechte Fertigstellung.

Die Additive Fertigung ist die umfassende Lösung für diese Probleme: Das werkzeuglose Laser-Sinter-Verfahren ermöglicht eine schnelle, präzise und wirtschaftliche Herstellung von komplexen Bauteilen – auch bei kleineren Serien bis hin zu Losgröße 1. Bei der Additiven Fertigung ist fast ausschließlich die Außengeometrie kostenrelevant. Die Komplexität eines Bauteils spielt für die Produktionszeit und -kosten dagegen kaum eine Rolle. Anspruchsvolle Leichtbau-strukturen können oft sogar Gewicht und damit Materialkosten sparen.
Die Additive Fertigungstechnologie von EOS ermöglicht eine umfangreiche Funktionsintegration, etwa von Federn oder Scharniergelenken, in die Bauteile – bereits während der Produktion. Dadurch lässt sich die Zahl der Einzelteile, aus denen ein Produkt besteht, deutlich reduzieren. Dies verringert nicht nur die Montagekosten deutlich, sondern auch den Verwaltungsaufwand zum Beispiel in ERP-Systemen. Durch konstruktives Überarbeiten oder sofortiges Ausrichten der Bauteile auf die neue Fertigungstechnik lässt sich das wirtschaftliche Potenzial der Additiven Fertigung optimal ausschöpfen.

Der Bau eines Spritzgusswerkzeugs für die Produktion von Becherhaltern verdeutlicht die Vorteile der Additiven Fertigung von EOS: Hersteller Innomia hat die Technologie mit dem Ziel eingesetzt, die Produktionszeit und damit die Kosten zu reduzieren. Das EOS-Verfahren hat sich dabei bewährt – Innomia profitiert von einer schnelleren und erheblich günstigeren Fertigung:

  • 43 % geringere Kühlzeit (16 Sek. statt 28,5 Sek.)
  • 31 % kürzere Durchlaufzeit (26,5 Sek. statt 38,9 Sek.)
  • 43 % geringere Produktionszeit für das Spritzgusswerkzeug (13 statt 23 Tage)
  • Unverändert hohe Funktionalität

 

Beispiel Spritzguss

Werkzeugeinsatz für Spritzgussanwendung hergestellt aus MaragingSteel MS1 (mit freundlicher Genehmigung von LBC)
DMLS von EOS ermöglicht das direkte und konturnahe Integrieren von Kühlkanälen in Werkzeuge und Werkzeugeinsätze.

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