• Innovation Story

    Williams Martini Racing
    Additive Fertigung für perfektes Prototyping

    im Formel-1-Renntempo

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Mehr Iterationen und niedrigere Kosten dank kürzerer Produktions-zeiten

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Exakte Nachbildung
der Echtteil-eigenschaften

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Teurer Formenbau erst beim finalen Werkstück erforderlich

Kohlefaserverbundstoffe bieten zwar Gewichtsvorteile gegenüber den Polymermaterialien, wie sie bei der additiven Fertigung Verwendung finden. Doch diese Vorteile bezahlen wir im wahrsten Wortsinn teuer; sie lohnen sich nur bei der Jagd auf der Rennstrecke, wo es um tausendstel Sekunden geht. Demgegenüber stehen die günstige Fertigung und hohe Stabilität additiv hergestellter Bauteile. Dadurch können wir schnell und somit auch zu niedrigeren Kosten eine Vielzahl unterschiedlicher Designs überprüfen.

Richard Brady | Leiter Advanced Digital Manufacturing | Williams Martini Racing

Formel-1-Team von Williams Martini Racing punktet mit Innovation

Die Ingenieure setzten beim Bau der äußeren Teile des Frontflügels für den 2016er-Rennwagen erfolgreich auf additive Fertigung mit EOS-Technologie. 

Zum Einsatz kommen dabei die beiden EOS-Systeme EOSINT P 390 und vor allem die EOSINT P 760 mit großem Bauraum, die beide für die Produktion von Kunststoffen im Laser-Sinter-Verfahren geeignet sind. Die Ingenieure von Williams Martini Racing entwerfen dabei per CAD-Software zunächst unterschiedliche Frontflügel, die jeweils den Ideen und Simulationen für hohen Abtrieb und damit hohe Reifenhaftung entsprechen. Diese Entwürfe überträgt das Team in die EOS-Systeme, die daraufhin in hoher Präzision den Formprototyp herstellen. Erst nachdem das Konstrukteursteam einige Designs in die engere Wahl genommen hat, erfolgt der aufwendige Bau der zugehörigen Formen für die eigentlichen CFK-Bauteile, die anschließend auf der Rennstecke weiter getestet werden.

Die komplexe Formgebung der einzelnen Teile ist für das additive Fertigungsverfahren keine große Herausforderung, ist doch die extreme Designfreiheit der vermutlich größte der zahlreichen Vorteile dieser Technologie. Auch die nötige Bauteilmechanik und Maßhaltigkeit erreichen die EOS-Systeme spielend.

Die auf diese Weise insgesamt gesparte Entwicklungszeit resultiert entsprechend auch in niedrigere Kosten. Darüber hinaus bringt die additive Fertigung weitere finanzielle Vorteile mit sich, da sich die optimierten Bauteile in besseren Platzierungen auf der Rennstrecke niederschlagen. 

Optimiertes Bauteil dank perfektem Prototyping: Außenteil des Frontflügels (links mit innenliegender Gitterstruktur zur Gewichtsreduzierung) des Williams Martini Racing-Boliden

„Wir konnten die Produktionszeiten kontinuierlich senken, da wir den Gesamtfertigungsprozess deutlich simpler und effizienter gestalten konnten. „Es ist uns nun zum ersten Mal möglich, Komponenten zu testen, ohne vorher aufwändigen, langwierigen und teuren Formenbau für nachträglich verworfene Designs durchzuführen.

Richard Brady | Leiter Advanced Digital Manufacturing | Williams Martini Racing
© Photo by Tom Sini on Unsplash

Die additive Fertigung
im Motorsport

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