Dienstleister im Fokus: Penn United

29. April 2026 | Lesezeit: 4 Min.

 

Eine lange Tradition in der Präzisionsfertigung trifft auf skalierbare additive Metallfertigung

Penn United Technologies wurde 1971 in Cabot, Pennsylvania, gegründet und begann als traditioneller Werkzeug- und Formenbaubetrieb. Seitdem hat sich das Unternehmen zu einem breit aufgestellten, mitarbeitergeführten Fertigungsunternehmen entwickelt, das stark regulierte und leistungsorientierte Branchen bedient. Heute verbindet Penn United jahrzehntelange Erfahrung in den Bereichen Präzisionswerkzeugbau, Zerspanung, Schleifen und Materialwissenschaft mit fortschrittlicher additiver Fertigung (AM) im Metallbereich und positioniert sich damit als zuverlässiger Partner für Kunden, die den Schritt von der Prototypenentwicklung zur qualifizierten Serienfertigung vollziehen.

Über seine spezialisierte AM-Gruppe, Penn United Additive, bietet das Unternehmen umfassende Metall-AM-Lösungen an, die die Laser-Pulverbettfusion (LPBF) mit robusten Nachbearbeitungs- und Qualitätssicherungssystemen verbinden. Dieser ganzheitliche Ansatz ermöglicht es Penn United, komplexe Anwendungen in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Energie, Medizin, Kerntechnik und Industrie zu unterstützen.

Der Hauptcampus von Penn United aus der Vogelperspektive

Brückenschlag zwischen traditioneller Fertigung und Additiver Fertigung

Eine der herausragenden Stärken von Penn United ist die Fähigkeit, die additive Fertigung nahtlos in eine etablierte industrielle Produktionsumgebung zu integrieren. Anstatt die additive Fertigung als eigenständige Technologie zu betrachten, sieht das Unternehmen sie als Erweiterung seiner Kompetenz in den Bereichen Werkzeugbau und Präzisionsfertigung – als ein weiteres Werkzeug in einem weitaus umfangreicheren Werkzeugkasten.

Durch diese Integration kann Penn United sein jahrzehntelanges Know-how in den Bereichen Fertigung mit engen Toleranzen, Prüfung und Qualifizierung auf additiv gefertigte Teile anwenden. Dank eigener Nachbearbeitungsverfahren wie Zerspanung, Schleifen, Wärmebehandlung und Oberflächenveredelung ist Penn United in der Lage, serienreife Komponenten zu liefern, die strengen Kunden- und behördlichen Anforderungen genügen.

 

Skalierung der Metall-Additiven Fertigung mit EOS-Technologien

Penn United begann seine AM-Aktivitäten im Jahr 2018 mit der Installation seines ersten EOS M 290 . Seitdem hat das Unternehmen seine AM-Kapazitäten im Metallbereich erheblich ausgebaut, um sowohl Entwicklungs- als auch Produktionsaufgaben abzudecken.

Heute betreibt Penn United eine Flotte von EOS-Metallsystemen, darunter fünf (5) EOS M 290, drei (3) EOS M 400 und einen (1) AMCM M 4K 3D-Drucker. Dieses skalierbare EOS-Technologieportfolio ermöglicht es Penn United, ein breites Spektrum an Bauteilgrößen, Materialien und Produktionsvolumina abzudecken und dabei Konsistenz und Wiederholbarkeit zu gewährleisten.

Durch den Einsatz der EOS-Pulverbettfusionstechnologie in Verbindung mit seiner bewährten Fertigungsinfrastruktur begleitet Penn United seine Kunden über den gesamten Lebenszyklus der Einführung additiver Fertigungsverfahren hinweg – von der frühen Entwurfsphase und der Parameterentwicklung bis hin zu qualifizierten Serienteilen.

Innovation und Serienfertigung

Mit der Weiterentwicklung der AM-Kapazitäten von Penn United verlagerte sich der Schwerpunkt vom Experimentieren hin zur zuverlässigen Serienfertigung. Die Erfahrung des Unternehmens in der Auftragsfertigung erwies sich als entscheidend für die Bewältigung der Herausforderungen in den Bereichen Produktionsplanung, Maschinenauslastung und Kundenqualifizierung.

Das AM-Team von Penn United legt besonderen Wert auf eine disziplinierte Prozesssteuerung, die bereichsübergreifende Schulung in den Bereichen additive und subtraktive Fertigung sowie eine klare Aufklärung der Kunden hinsichtlich der Konstruktionsziele und Produktionserwartungen. Dank dieses Ansatzes ist es dem Unternehmen gelungen, zahlreiche Anwendungen in anspruchsvollen Branchen erfolgreich in die Serienproduktion zu überführen.

Jake Jones, Leiter der Geschäftsentwicklung im Bereich additive Fertigung bei Penn United, äußerte sich zu dieser Entwicklung wie folgt:

„Wir sind bestrebt, neue Herausforderungen mit modernsten Technologien und Innovationen zu meistern. Wir freuen uns darauf, fortschrittliche additive Fertigungstechnologien zum Nutzen unserer Kunden in verschiedenen Branchen einzusetzen.“

Penn United unterstützt zudem andere Unternehmen dabei, ihre eigenen Projekte im Bereich der Metall-Additiven Fertigung auf den Weg zu bringen. Als Komplettanbieter für Präzisionsfertigung und Lösungen betreibt Penn United die AM-Anlagen und EOS-Maschinen im Besitz der Kunden, was zu einer für beide Seiten vorteilhaften Fertigungspartnerschaft führt. Im Rahmen einer solchen Betriebsvereinbarung erhalten Kunden garantierten Zugang zu Maschinenkapazitäten für ihre eigenen Produkte und können gleichzeitig die vorhandene AM-Infrastruktur sowie die Nachbearbeitungsmöglichkeiten bei Penn United nutzen.

Schalldämpfer

Warum sich Penn United für EOS entscheidet

Für Penn United spielt die EOS-Technologie eine zentrale Rolle bei der Realisierung einer reproduzierbaren, produktionsreifen additiven Fertigung in großem Maßstab. Die Zuverlässigkeit, das Material-Ökosystem und die industrielle Reife der EOS-Systeme unterstützen das Engagement von Penn United für Qualität und den langfristigen Erfolg seiner Kunden.

Dank der EOS-Plattformen kann Penn United die Prozessstabilität über alle Maschinen hinweg gewährleisten, eine breite Palette von Metalllegierungen verarbeiten und die additive Fertigung an bestehende Qualitätsstandards anpassen. Diese Konsistenz ist besonders wichtig für Kunden, die in regulierten Umgebungen tätig sind, in denen Dokumentation, Rückverfolgbarkeit und Wiederholbarkeit von entscheidender Bedeutung sind.

 

Ein Partner für serienreife additive Fertigung

Durch die Kombination der EOS-Technologie für die additive Metallfertigung mit fundiertem Fachwissen in der traditionellen Fertigung bietet Penn United ein überzeugendes Modell für die Einführung der additiven Fertigung in der Industrie. Der integrierte Ansatz des Unternehmens verringert das Risiko für Kunden, verkürzt die Qualifizierungszeiten und sorgt dafür, dass die additive Fertigung echten Mehrwert für die Produktion liefert – und nicht nur Gestaltungsfreiheit bietet.

Während sich die additive Fertigung (AM) zunehmend von einer Neuheit zu einer Notwendigkeit entwickelt, zeichnet sich Penn United als Dienstleister aus, der sowohl das Potenzial der AM als auch die Disziplin versteht, die erforderlich ist, um sie in großem Maßstab erfolgreich einzusetzen.

Penn United – AM-Raum

Erfahren Sie hier mehr über Penn United und entdecken Sie weitere EOS-Auftragsfertiger: